- Produkte
- Züchter-Produkte von Eukanuba
- Und auf Eukanuba.de:
- Verbraucher-Produkte von Eukanuba
- Ernährungsphilosophie
- Bibliothek
- Artikel zur Hundeernährung
- Artikel zu aktiven Hunden
- Züchter TV
- Und auf Eukanuba.de:
- Breedopedia
- Breedmatch
- Eukanuba TV
- World Challenge
- Partnerschaften
- AKC
- FCI
- IRO
- ADI
- VDH
- Breeder Partner:
- Dagmar Hintzenberg-Freisleben
- Katja Rauhut
- Züchterclub
- Neuigkeiten
LEIDENSCHAFTLICHE ZÜCHTER
ERGÄNZEN STÄNDIG IHR
WISSEN
Ernährung für Jagdhunde
Archivdokument IAMS COMPANY
Iams ist seit 1999 eine eingetragene Marke von The Procter & Gamble Company. Dieses Dokument ist ein Archivdokument, das in der Vergangenheit vom Unternehmen Iams Pet Food bzw. für die Produkte von Iams Pet Food verwendet wurde. Sämtliche enthaltenen Angaben im Kontext der Zeit oder Geographie der ursprünglichen Verwendung sind zu ersetzen, da sich die Umstände und die Produkte mittlerweile geändert haben können. Die Produkte und deren zugehörige Informationen gelten ausschließlich für die USA. Ohne Zustimmung von P&G ist die überlassung oder weitere Nutzung dieser Unterlagen nicht gestattet.
AUSWIRKUNG DER ERNÄHRUNG AUF DIE JAGDLEISTUNG
Gary M. Davenport, PhD
Presented 2002
EINFÜHRUNG
Das Jagen mit Hunden als Sport oder im Rahmen von Wettbewerbsveranstaltungen ist in den Vereinigten Staaten ein beliebter Zeitvertreib. Die verwendete Hunderasse oder -persönlichkeit hängt von der Art der Jagd, vom Gelände und von den zurückgelegten Entfernungen ab. Unabhängig dieser Unterschiede besteht jede Jagd in der Regel aus mehreren Stunden Ausdauerbewegung, die von kurzen und intensiven Lauf- oder Sprintphasen unterbrochen wird.
Die derzeitigen Erkenntnisse über die Ernährungsbedürfnisse von Jagdhunden stützen sich vorwiegend auf ernährungswissenschaftliche Studien mit Renn-Greyhounds, Ausdauer-Schlittenhunden oder Hunden, die in einem Laborumfeld auf Laufbändern trainiert wurden.1,2 Weitaus weniger ist über die Ernährungsbedürfnisse anderer Arbeitshunde bekannt.
Zu diesen anderen Arbeitshunden gehören u. a. Hunde, die für die Jagd, als Hütehund, bei Obedience-Wettbewerben, Agility-Veranstaltungen und Fährtensuch-Wettbewerben eingesetzt werden, sowie Hunde zur Unterstützung von Körperbehinderten oder Diensthunde. Bei diesen Kategorien kann die Trainingsintensität und der Umfang der körperlichen Leistung beträchtlich variieren.
ENERGIEBEDARF
Arbeitshunde haben einen höheren Energiebedarf als normale ausgewachsene Hunde.3 Ungewiss sind der Umfang dieser Differenz sowie die bestmögliche Art der Versorgung mit Energie und anderen essenziellen Nährstoffen, um die maximale Leistungsfähigkeit und allgemeine Gesundheit dieser Hunde zu unterstützen.
Bei Hunden, die in einer Saison häufig für die Jagd eingesetzt werden, gibt es üblicherweise zwei zentrale Ernährungsfaktoren: 1) Unterstützung der optimalen Leistungsfähigkeit und 2) Bereitstellung von ausreichend Kalorien für die Aufrechterhaltung des Körpergewichts und der körperlichen Verfassung.
Gewichtsverlust kommt häufig bei Hunden vor, die regelmäßig jagen, insbesondere bei rauem Wetter. Des Weiteren können sich schwülwarme Wetterbedingungen wesentlich auf die Leistungsfähigkeit eines Jagdhundes auswirken und die Nahrungszufuhr sowie die Abdeckung des Energiebedarfs beeinträchtigen.3
UNTERSTÜTZUNG DURCH ERNÄHRUNG
Ernährungsprogramme für Arbeitshunde müssen davor sorgen, dass ausreichend Energie und andere Nährstoffe zur Unterstützung der Muskelkontraktion während der Sportveranstaltungen bereitgestellt werden und der Hund gleichzeitig vom Training im Verlauf der Saison profitieren kann.4 Sowohl die unmittelbaren Muskelanforderungen als auch langfristige Faktoren wie Kondition, Anfälligkeit gegenüber Verletzungen sowie Blutvolumen müssen durch eine angemessene Ernährungsstrategie berücksichtigt werden.3
Eine wesentliche Komponente dieser Ernährungsstrategie ist die Erfüllung der Energieanforderungen des Stoffwechsels mit Hilfe von fett-, eiweiß- und kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln.
Fett
Fett liefert die am höchsten konzentrierte Energieform aller Nährstoffe, ist eine Quelle für essenzielle Fettsäuren und ermöglicht die Aufnahme essenzieller fettlöslicher Vitamine. Die Kaloriendichte von Fett ist um mehr als das Doppelte höher als bei Eiweiß- oder Kohlenhydratquellen.
Mit Erhöhung des Fetts erhöht sich folglich auch die Energiedichte der Nahrung. Fett verbessert außerdem den Geschmack und sorgt für gute Konsistenz in kommerziell zubereiteten Hundenahrungen. Geläufige Fettlieferanten sind Hühnerfett, Talg, Schmalz, Maiskeimöl, Distelöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Fischöle und Leinöl.
Eiweiß
Eiweiß wird von Tieren und Pflanzen bereitgestellt. Im Allgemeinen sorgt hochwertiges tierisches Eiweiß für leichte Verdaulichkeit, einen ausgewogenen Aminosäurehaushalt und guten Geschmack. Die Qualität der tierischen Eiweißquellen kann jedoch je nach Verarbeitungsmethode und Herstellungsbedingungen variieren.
Zu den tierischen Eiweißquellen, die in Fertignahrungen für Hunde verwendet werden, gehören in der Regel Huhn, Hühnermehl, Rind, Ei, Fischmehl, Fleisch- und Knochenmehl, tierische Nebenerzeugnisse, Fleischmehl, Lamm und Lammmehl. Häufige pflanzliche Eiweißquellen in Hundenahrungen sind Maisglutenmehl, Sojamehl, Sojaschrot und Weizenkeim.
Preisgünstigere Hundenahrungen, die zum Großteil aus Pflanzeneiweißquellen bestehen, verwenden häufig eine Mischung aus Sojaprodukten und Maisglutenmehl, um die niedrigen Mengen an essenziellen Aminosäuren in Maisglutenmehl (unzureichend Lysin und Tryptophan) und Sojaprodukten (unzureichend Methionin) auszugleichen.
Kohlenhydrate
Inhaltsstoffe, die verdauliche Kohlenhydrate bereitstellen, sind z. B. Mais, Reis, Weizen, Sorghum, Gerste, Kartoffeln und Hafer in unterschiedlichster Form. Diese Inhaltsstoffe liefern komplexe Kohlenhydrate in Form von Stärke, die bei sachgemäßer Zubereitung hochverfügbar vorliegt. Weitere Kohlenhydratquellen sind Molassen und bestimmte hydrolysierte Stärken. Kohlenhydrate sind für sportlich aktive Hunde eine hochverfügbare Energiequelle. Eine gewisse Kohlenhydratmenge kann im Körper in Form von Glukose gespeichert werden, der übermäßige Anteil wird zur Energiespeicherung in Fett verstoffwechselt.
ERNÄHRUNGSWISSENSCHAFTLICHE STUDIE MIT JAGDHUNDEN - Übersicht über die Studie
Die Unterstützung von Jagdhunden durch die Ernährung kann ihre allgemeine Jagdleistung und Arbeitsfähigkeit wesentlich beeinflussen, wie in einer 2-jährigen Studie herausgefunden wurde.5 English Pointer erhielten während der Wachteljagdsaison auf einem Jagdgelände im Südwesten von Georgia, USA, drei verschiedene Fertignahrungen. Die wichtigsten Inhaltsstoffe, der Nährstoffgehalt und die Kalorienverteilung in den einzelnen Nahrungen werden in Tabelle 1 und 2 beschrieben. Im ersten Jahr der Studie erhielten 23 ausgewachsene Pointer entweder Eukanuba® Premium Performance für ausgewachsene Hunde (Eukanuba) oder die Hundenahrung für ausgewachsene Hunde von Diamond® (Diamond).

Im zweiten Jahr der Studie erhielten 22 Pointer entweder Eukanuba oder Purina Pro Plan® mit Huhn & Reis (Pro Plan). Die Hunde wurden täglich von zwei auf dem Gelände beschäftigen Hundeführern betreut. Diese Hundeführer wussten nicht, welche Nahrung die einzelnen Hunde während der Saison erhielten. Die jeweiligen Produkte wurden ausschließlich während der Trainings- und Jagdsaison gefüttert. Die Hunde erhielten die notwendige Menge, um ihr Körpergewicht zu halten. Die Auswahl der Hunde für die Jagd und die Zeit, die den Hunden für die Jagd vorgegeben wurde, lagen im Ermessen der Hundeführer. Die Hundeführer erfassten das Jagddatum, die Jagdzeit und die Anzahl der gefundenen Wachteln pro Hund. Die allgemeine Jagdleistung der einzelnen Hunde wurde durch Bestimmung der Gesamtzahl gefundener Wachteln pro Jagdeinsatz und Jagdstunden ermittelt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse des ersten Jahres zeigten, dass alle Hunde während der Jagdsaison gesund blieben und reguläre Nahrungsmengen zu sich nahmen. Hunde, die Eukanuba erhielten, hielten ihr Gewicht während der Jagdsaison oder nahmen zu, während Hunde, die Diamond erhielten, wesentlich mehr (P < 0,05) Körpergewicht verloren und in schlechterer körperlicher Verfassung waren (Abbildung 1).
Abbildung 1. Körpergewicht von English Pointern, die während der Wachtelsaison zwei Fertignahrungen erhielten - 1. Jahr.

Abbildung 2. Jagdleistung (Vögel/Stunde) von English Pointern, die während der Wachtelsaison zwei Fertignahrungen erhielten - 1. Jahr.
Die Bewertungen des Körpergewichts und der körperlichen Verfassung am Ende der Jagdsaison waren demnach bei Hunden, die Eukanuba erhielten, im Vergleich zu Hunden, die Diamond erhielten, wesentlich höher. Keine entscheidenden Unterschiede gab es bei den Bewertungen des Kots, wobei Hunde mit der Diamond-Nahrung tendenziell etwas weicheren Kot produzierten. Hunde, die Eukanuba erhielten, zeigten eine deutlich bessere Jagdleistung im Vergleich zu Hunden, die die Diamond-Nahrung erhielten, in Bezug auf die Gesamtzahl der Wachteln pro Jagd und die Anzahl der pro Jagdstunde georteten Vögel (Abbildung 2).

Abbildung 3. Jagdleistung (Vögel/Stunde) von English Pointern in Zeiten mittlerer bis hoher Hitzebelastung - 1. Jahr.
Im Laufe der Saison erzielten Hunde, die Eukanuba erhielten, durchschnittlich 55 % mehr Funde, was in etwa einem zusätzlichen Fund pro Jagdstunde entspricht. An 9 Tagen während der Saison wurde der Hitze-Index auf Basis eines Temperatur-Luftfeuchte-Index als hoch bzw. sehr hoch eingestuft. An all diesen Tagen behielten Hunde, die Eukanuba erhielten, im Vergleich zu Hunden, die Diamond erhielten, ihre hervorragende Jagdleistung bei (Abbildung 3).

Abbildung 4. Tägliche Nahrungszufuhr von English Pointern, die während der Wachtelsaison zwei Fertignahrungen erhielten - 2. Jahr.
Im zweiten Jahr gab es keine Unterschiede bei den Bewertungen des Körpergewichts, der körperlichen Verfassung, des Kots oder des Gesundheitszustands bei Hunden, die Eukanuba oder Pro Plan erhielten. Trotz dieser Ähnlichkeiten benötigten Hunde, die Pro Plan erhielten, 11 % mehr Nahrung, um ihr Körpergewicht und ihre körperliche Verfassung aufrecht zu erhalten (Abbildung 4).

Abbildung 5. Jagdleistung (Vögel/Stunde) von English Pointern, die während der Wachtelsaison zwei Fertignahrungen erhielten - 2. Jahr.
Diese gestiegene Nahrungszufuhr entspricht 2/3 Tassen mehr Nahrung täglich für jeden Hund. Die Leistungsergebnisse zeigten, dass Hunde, die Eukanuba erhielten, im Laufe der Saison durchschnittlich 33 % mehr Vögel fanden als Hunde, die Pro Plan erhielten (Abbildung 5).

Abbildung 6. Körpertemperaturen vor und nach der Jagd bei Hunden, die während der Wachtelsaison zwei Fertignahrungen erhielten - 2. Jahr.
Obwohl die Hunde in diesem zweiten Jahr keinen hohen Wärmebelastungen ausgesetzt waren, zeigten rektale Temperaturmessungen nach der Jagd bei Hunden, die Eukanuba erhielten, niedrigere Werte als bei Hunden, die Pro Plan erhielten (Abbildung 6).

Die Körpertemperatur steigt während der Jagd aufgrund von erhöhter körperlicher Aktivität an. Die niedrigere Körpertemperatur nach der Jagd von Hunden, die Eukanuba erhielten, legt also nahe, dass ihr Stoffwechsel die nahrungsgebundene Energie in einer Form aufnehmen konnte, die zur Aufrechterhaltung der erhöhten körperlichen Aktivität besser genutzt werden konnte.
Im Vergleich dazu legt die höhere Körpertemperatur bei Hunden, die Pro Plan erhielten, nahe, dass weniger nahrungsgebundene Energie in verwertbarer Form aufgenommen werden konnte und mehr Energie als Wärme verloren ging, was zur Erhöhung der Körpertemperatur beitrug.
Schlussfolgerung
Die Leistungsfähigkeit von English Pointern wurde anhand des praktischen Reaktionskriteriums der Jagdleistung gemessen. Hinsichtlich der erzielten Punkte bzw. gefundenen Vögel während der Jagdsaison zeigten die Hunde, die Eukanuba erhielten, bessere Leistungen als die Hunde, die Diamond oder Pro Plan erhielten.
Diese Bewertungen lassen sich zwar in einem Praxisumfeld nicht einfach standardisieren, jedoch wurden die beiden Hundeführer während der beiden Jagdsaisons nicht über die jeweilige Nahrungszufuhr unterrichtet. Diese Kontrolle ermöglichte den Vergleich der Hunde primär auf Basis ihres Jagderfolgs, da alle Hunde ausgenommen die Ernährung die gleiche Behandlung erhielten.
Mehrere Ernährungsfaktoren können die Jagdleistung und die körperliche Verfassung dieser Hunde beeinflusst haben. Pointer sind von Natur aus sehr aktive Hunde und weisen in der Regel kein übermäßiges Körperfett auf. Des Weiteren verlieren diese Hunde mit fortschreitender Saison für gewöhnlich wesentlich an Körpersubstanz. Selbst mäßiger Gewichtsverlust betrifft immer sowohl Fett- als auch Magergewebe.6
Bedauerlicherweise wirkt sich der Verlust von Magergewebe negativ auf die körperliche Verfassung und die Ausdauer aus: zwei Faktoren, die für eine nachhaltig hohe Leistung während der Jagdsaison erforderlich sind.
AUSWIRKUNG DER ERNÄHRUNG AUF DIE LEISTUNG
Der Kaloriendichte einer Nahrung wirkt sich darauf aus, wie viel von der Nahrung zur Abdeckung der Energiebedürfnisse aufgenommen werden muss. Wenn der Energiegehalt der Nahrung für erhöhte Kraftanstrengungen nicht ausreicht, kann die erforderliche Zufuhrmenge die physische Kapazität des Verdauungstrakts übersteigen. Der Transport der Nahrung durch den Körper kann dadurch beschleunigt und die Verdaulichkeit verringert werden, wodurch der Energiemangel noch weiter verschärft wird. Die Produktion von weicherem Kot weist darauf hin, dass eine Nahrung möglicherweise wenig Volumen bereitstellt, was letztlich die Energiezufuhr, die Verdaulichkeit der Nahrung und die Nährstoffverfügbarkeit beeinflusst.
Die Verfügbarkeit von Fett kann sich in Phasen hoher Anstrengung ebenfalls auf die Leistung auswirken. Fett in der Nahrung beeinflusst die Körperzusammensetzung von Hunden im Training, da Nahrungen mit niedrigem Fettgehalt im Vergleich zu Nahrungen mit hohem Fettgehalt zu Verlust von Magergewebe und Körperfett führen.7 Der Hund ist ein effizienter Athlet, der Bestleistungen zeigt, wenn er eine Nahrung erhält, die einen hohen Anteil des Energiegehalts in Form von Fett bereitstellt.8,9 In kontrollierten Studien mit Hunden, die auf Laufbändern trainiert wurden, wurde gezeigt, dass Ausdauer positiv mit der Fettaufnahme und der Verdaulichkeit der Nahrung korreliert.7,10
Des Weiteren kann sich die Quelle des Fetts aufgrund von Veränderungen des Riechvermögens auf die Jagdleistung auswirken. In früheren Untersuchungen wurde ermittelt, dass die Riechempfindlichkeit bei Hunden, die Nahrungen mit einem höheren Prozentsatz an gesättigten Fettsäuren erhielten, gestört wird.11
Schwächere Leistungen von Jagdhunden könnten sich also auf die Quelle des Fetts in Fertignahrungen für Hunde zurückführen lassen. Die Verwendung von Rindertalg im Produkt von Pro Plan kann sich beispielsweise negativ auf das Riechvermögen und die Jagdleistung der Pointer im Vergleich zur Leistung der Hunde, die Eukanuba mit Geflügelfett erhielten, ausgewirkt haben, da Rindertalg prozentual mehr gesättigte Fettsäuren enthält.
Zahlreiche Hundetrainer behaupten, dass die Fütterung einer Nahrung mit hohem Fettgehalt Arbeitshunde bei sehr warmen Bedingungen für Überhitzung anfällig macht. Diese Theorie wurde jedoch durch die Leistungsdaten im 1. Jahr der Studie nicht bestätigt. Die erhöhte Fettaufnahme der Hunde, die Eukanuba erhielten, wirkte sich im Vergleich zu den Hunden, die Diamond erhielten, nicht negativ auf die Leistungsfähigkeit oder die Ausdauer der Hunde in Zeiten hoher Wärmebelastungen aus. Die Ergebnisse werden ferner von älteren Studien unterstützt, die zeigten, dass eine Nahrung mit geringerem Fettgehalt eine Stunde nach der Bewegung auf dem Laufband zu höheren rektalen Temperaturwerten bei Hunden führte als die Nahrung mit hohem Fettgehalt.7
Bei sehr warmem Wetter scheint also eine Nahrung mit hohem Fettgehalt für Arbeitshunde auf Basis ihrer Fähigkeit, die Kern-Körpertemperatur zu reduzieren, vorteilhafter zu sein. Ferner kann sich die in der Nahrung verwendete Fettquelle auf die Thermoregulierung auswirken. Dafür sprechen die niedrigeren Körpertemperaturen nach der Jagd bei Hunden, die Eukanuba mit Geflügelfett im Vergleich zu Pro Plan mit Rindertalg erhielten.
Neueste Beweise deuten darauf hin, dass Konditionstraining bei Hunden einen höheren Bedarf an Eiweiß auslöst.12 Die athletische Konditionierung führt zu adaptiven physiologischen Veränderungen, die die effiziente Bereitstellung von Sauerstoff und Nährstoffen an die arbeitenden Muskeln fördern. Zu diesen Veränderungen gehören Erhöhungen des Blutvolumens, der Masse an roten Blutkörperchen, der Kapillardichte, des Mitochondrienvolumens und der Aktivität und Gesamtmenge an Stoffwechselenzymen.11,13
Durch die erhöhte Gewebemasse und den erhöhten Bedarf an glukoneogenetischen Aminosäuren während der Jagd und der Bewegung benötigen Arbeitshunde eine höhere Eiweißzufuhr. Der Eiweißgehalt der Nahrung kann sich ferner auf die Fähigkeit des Blutes auswirken, das Gewebe mit Sauerstoff anzureichern und energiehaltige Nährstoffe, die von den arbeitenden Muskeln benötigt werden, zu transportieren.11
Obwohl sich der Eiweißgehalt einer Nahrung im empfohlenen Bereich für normale Aktivität befinden kann, kann sich eine leichte Reduzierung des Eiweißgehalts und (oder) der Aminosäurenmenge in Zeiten höherer körperlicher Aktivität wesentlich auswirken, da dem Gewebe nicht ausreichend Aminosäuren zur Verfügung gestellt werden können.
SCHLUSSFOLGERUNG
Hunde sind außergewöhnliche Athleten, die, wenn sie für Ausdauerveranstaltungen trainiert werden, Bestleistungen zeigen können, wenn sie eine Nahrung erhalten, die ihren gesteigerten Energie- und Nährstoffanforderungen gerecht wird. Die Ergebnisse der Jagdstudie zeigen, dass sich die für Arbeitshunde ausgewählte Nahrung direkt auf ihre Leistung und Arbeitsfähigkeit auswirkt. Dies wurde durch die hervorragenden Jagdleistungen der Hunde, die Eukanuba® Premium Performance für ausgewachsene Hunde erhielten, im Vergleich zu Hunden, die die Hundenahrung für ausgewachsene Hunde von Diamond® oder Purina Pro Plan® mit Huhn & Reis erhielten, verdeutlicht.
Diese Ergebnisse liefern wertvolle Informationen für Trainer, Hundeführer und Tierärzte, die sich intensiv mit der Ernährung von Arbeitshunden auseinandersetzen und erstklassige Leistungen sowie die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden der Hunde fördern möchten. Teile dieses Artikels wurden von Veterinary Learning Systems zur Verfügung gestellt.
LITERATURNACHWEISE
1. Kronfeld DS. Diet and the performance of racing sled dogs. J Am Vet Med Assoc 1973; 162:470-473.
2. Rose RJ, Bloomberg MS. Responses to sprint exercise in the greyhound: Effects on hematology, serum biochemistry and muscle metabolites. Res Vet Sci 1989; 47:212-218.
3. Reinhart GA. Nutrition for Sporting Dogs. In: Bloomberg MS, Dee JF, Taylor RA, eds. Canine Sports Medicine and Surgery. Philadelphia: WB Saunders, 1998; 348-356.
4. Grandjean D, Paragon BM. Nutrition of racing and working dogs. Part I. Energy metabolism of dogs. Compendium 1992; 14:1608-1615.
5. Davenport GM, Kelley RL, Altom EK, Lepine AJ. Effect of diet on hunting performance of English Pointers. Vet Therap 2001; 2:10-23.
6. Burgess NS. Effect of a very-low-calorie diet on body composition and resting metabolic rate in obese men and women. J Amer Diet Assoc 1991; 91:430-434.
7. Altom E. Effect of dietary fat and physical conditioning on the metabolic and physiological responses of the canine athlete [dissertation]. Auburn, AL: Auburn University; 1999.
8. Reynolds AJ, Fuhrer L, Dunlap HL, et al. Lipid metabolite responses to diet and training in sled dogs. J Nutr 1994; 124:2754S-2759S.
9. Reynolds AJ, Hoppler H, Reinhart GA. Sled dog endurance: A result of high fat diet or selective breeding? FASEB 1995; 9:A996.
10. Downey RL, Kronfeld DS, Banta CA. Diet of beagles affects stamina. J Am Anim Hosp Assoc 1980; 16:273-277.
11. Kronfeld DS, Hammel EP, Ramberg CF Jr, et al. Hematological and metabolic responses to training in racing sled dogs fed diets containing medium, low, or zero carbohydrate. Am J Clin Nutr 1977; 30:419-430.
12. Adkins TO, Kronfeld DS. Diet of racing sled dogs affects erythrocyte depression by stress. Can Vet J 1982; 23:260-263.
13. Querengaesser A, Iben C, Leibetseder J. Blood changes during training and racing in sled dogs. J Nutr 1994; 2760S- 2764S.